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Die Geschichte der Feuerwehr

Juni 1880

Nach einer Entschließung des Kgl. Bayerischen Staatsministeruim des Inneren aus dem Jahre 1860 war die Zeit der Bildung von Freiwilligen Feuerwehren gekommen. Die offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Upfkofen wurde im Juni 1880 vorgenommen. Die Vorstandschaft übernahm Bürgermeister Sandbiller (siehe Bild) von Upfkofen und als Mitglieder meldeten sich sofort 20 Personen aus dem Ort. Nach Konstituierung dieser neuen Feuerwehr wurde eine Besichtigung der Upfkofener Feuerlöschmaschine vorgenommen. Die Maschine, eine Saug- und Druckspritze stammte aus der Fabrik des Herrn Justus Braum. Die wurde ca. 6 Monate vorher von der Gemeinde Upfkofen zum Preis von 900 Mark gekauft. Von Erzählungen der damaligen Generation und von der Aufschrift unserer Vereinsfahne wissen wir, dass es bereits vorher, nämlich im Jahre 1874, in Upfkofen eine im Dorf organisierte Pflichtfeuerwehr gab. Aus den Anordnungen frühere Amtsblätter lässt sich schließen, dass in unserem Bereich die Gründung der Feuerwehren durch die großen Brände in Sallach im Jahre 1874 und Schierling 1877 ausgelöst wurde. Diese Brände haben jeweils gleich große Ortsteile vernichtet.

Fahnenweihe in Upfkofen am 03. Juli 1898

Auf einem vorhandenen Fahnenband der Freiwilligen Feuerwehr Schierling als Patenverein ist ersichtlich, dass 1898 in Upfkofen eine Fahnenweihe stattfand und damals die ebenfalls noch vorhandene Standarte den kirchliche Segen erhielt. Ein weiterer Beweis ist ein Fahnenband bei der Feuerwehr Mallersdorf, die sicher als Nachbarverein an den Feierlichkeiten in Upfkofen teilgenommen hat.

13. Februar 1924

Georg Sandbiller und Josef Schmid erhalten das Feuerwehr-Ehrenzeichen für eine 25-jährige Dienstzeit.

23. November 1938

In §6 des Reichsgesetzes wurde im November 1938 geregelt, dass sich die gebildeten Feuerwehrvereine und Verbände aufzulösen haben. Dieses Gesetzt trat am 26. Dezember 1938 in Kraft. An ihre Stelle trat eine Straff organisierte, einheitlich aufgebaute, vom Führerprinzip geleitete technische Hilfspolizeitruppe unter staatlicher Aufsicht, die im Auftrag der Ortspolizei tätig wurde und deren Kosten die Gemeinde zu tragen hatte. Von 1932 bis zum Ende des 2.Weltkrieges im Jahre 1945 war Georg Steindl (siehe Bild 1. von links) erster Kommandant der Feuerwehr. Vor allem nach der Auflösung der des Feuerwehrvereins durch das Reichsgesetz hatte Georg Steindl nicht nur das alleinige Sagen, sondern auch die alleinige Verantwortung.

Nur kurze Zeit nach seiner Wahl hatte Hauptmann Georg Steindl im Jahre 1933 gleich einen Großeinsatz beim Anwesen Weigl zu leiten. Die Scheune des Weigl-Anwesens wurde Opfer der Flammen. Steindl bildete während des Krieges auch eine Damengruppe aus. Wir wissen durch Gespräche mit Johann Waas, verstorben am 13. Mai 1997 im alter von 102 Jahren, dass Georg Steindl seine Aufgabe sehr ernst nahm und er erfreute sich deshalb im Kreise der Feuerwehr über großes Ansehen.

Erste Motorpumpe im Jahre 1943

Die erste Motorpumpe von der Firma Klöckner Humbold Deutz mit Anhänger und Standartbeladung bekam die Feuerwehr im Jahre 1943

Neues Feuerwehrgesetz im Mai 1946

Nach dem Zusammenbruch 1945 hatte wohl die amerikanische Militärregierung Vorschriften für den Aufbau des Feuerlöschwesens erlassen. Bürgermeister Jahann Barth konnte im Jahre 1945 seinen Nachbarn Franz Xaver Neumeier überzeugen, das Amt des Feuerwehrhauptmannes zu übernehmen. Während seiner Amtszeit wurde im Mai 1946 das Feuerlöschwesen neu geregelt. Neues Hauptziel war nun wieder die Trennung der Feuerwehr von der Polizei. Am 17. Mai 1946 wurde erlassen, dass dass von 1938 erlassene Reichsfeuerwehrgesetz nicht mehr anzuwenden und das neue Gesetzt gestattete auch, dass sich die Freiwilligen Feuerwehren wieder zu Mitgliederversammlungen abhalten und eine Vorstandschaft wählen konnten.

Erste Leistungsprüfung unter Kdt. Beutelhauser

27. und 28. Juni 1964

Eines ihrer größten Feste feierte die Freiwillige Feuerwehr und die Gemeinde Upfkofen im Jahre 1964. Beim 90-jährigen Gründungsfest erhielt unter der Schirmherrschaft von Landrat Josef Wallner die Wehr ein neues Banner. Fahnenmutter war Angela Stadler und neben 13 Festjungfrauen feierten auch 55 Vereine mit und begleiteten die neue Fahne zur Weihe. Die Freiwillige Feuerwehr Zaitzkofen hatte die Patenschaft übernommen. Die lange Vorarbeit endete mit dem Aufbau des Festzeltes auf der Barth-Wiese und in mühevoller Arbeit wurde auch auf dem Hof von Heinrich und Angela Stadler ein Altar für die Feldmesse errichtet. Die Messe zelebrierte Expositus H.H. Josef Teufel und er vollzog auch anschließend die Segnung der neuen Fahne. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Blaskapelle Toni Schmid aus Aufhausen und auch der Spielmannszug des TV Schierling wurde verpflichtet. Als Festleiter und Festredner würdigte Lehrer Hans Bäumel des Geschehen und drückte dadurch dem Fest seinen Stempel auf.

Das alte Feuerwehrgerätehaus

Das alte Feuerwehrgerätehaus mit Schlachtrockung wurde im Jahre 1955 von der ehemaligen Gemeinde Upfkofen errichtet. Während der Kommandantenzeit von Hans Bäumel wurden im Jahre 1982 verschiedene Renovierungsarbeiten durchgeführt. Die Gesamtkosten von rd. 5000 DM trug die Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg. Dieses Gerätehaus erfüllte seinen Zweck bis zum eintreffen des neuen Autos, am 07. Oktober 1997.

Upfkofen gründet einen Feuerwehrverein

Bis zur Gebietsreform und dem Verlust der Selbständigkeit der Gemeinde Upfkofen galt daher der jeweilige erste Bürgermeister als Vorsitzende der Feuerwehr. Die Verantwortlichen gehen heute davon aus, dass die Auflösung der letzten kleinen Gemeinden am 01.01.1978 auch die Richtung der Feuerwehr entscheidend prägte. Unter der Leitung von Kommandant Hans Bäumel wurde am 22. Juni 1984 bei der ordentlichen Jahreshauptversammlung die im Bayerischen Feuerwehrgesetz erlassene Feuerwehrvereinssatzung nach der Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministerium des Inneren vom 30.03.1983 angenommen, somit ein Feuerwehrverein gegründet und Josef Schmid jun. zum ersten Vorsitzenden sowie Josef Stadler jun. zu seinem Stellvertreter gewählt. Ab sofort waren die Kommandanten nur mehr für den aktiven Feuerwehrdienst verantwortlich und die Mitgliedschaft im neuen Feuerwehrvereins stand allen Dorfbewohnern ab Vollendung des 14. Lebensjahres offen.

Karfreitag 1889

Mitten am Nachmittag des Karfreitags mussten die Stützpunktfeuerwehr Mallersdorf und die Ortswehr nach Dillkofen zu einem Großbrand ausrücken. Das rund 40m lange landwirtschaftliche Gebäude auf dem Fröhlich-Anwesen brannte bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand ein Sachschaden von etwa 300.000 DM und rd. 100 Schweine wurden Opfer der Flammen.

Auch Upfkofen soll ein Feuerwehrauto erhalten

Nachdem von den neun Feuerwehren im Markt Mallersdorf-Pfaffenberg bereits acht mit einem Auto ausgerüstet waren, ergriff der frühere Bürgermeister Hans Daffner die Initiative in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Jahre 1990. Die Euphorie des Gemeindeoberhauptes konnte anfangs nicht so recht auf die zahlreich erschienen Mitglieder überspringen. Bereits ein Jahr später löste sich der Wiederstand bei den Verantwortlichen der Feuerwehr und man erkannte, dass ein Feuerwehrauto zeitgemäß und angebracht ist. Mit dem Schreiben vom 15. Juni 1995 hat der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband (GUV) die Unterstellung des Autos im bisherigen Feuerwehrhaus abgelehnt.

Weitblick und Fingerspitzengefühl bezeichnen es die Verantwortlichen heute, dass Bürgermeister Hans Daffner bereits im Jahre 1990 das Kaufangebot des ehemaligen Sigrün-Gartens beim Schopf packte und das 731 qm große Gartengrundstück mitten im Dorf für 15.700 DM kaufte. Richtungsweisend was dann aber die außerordentliche Versammlung am 24. November 1995. Bürgermeister Hans Daffner brachte erstmals den Sigrün-Garten und einen Gerätehausneubau in Gespräch und die anwesenden 25 aktiven Mitglieder erklärten sich bereit, Eigenleistungen zu erbringen.

Entscheidung am 16. März 1996

Der vom Feuerwehrausschuss erarbeitete Vorschlag stand am 16.03.1996 auf der Tagesordnung. Wortlaut des Antrages:
"Die Feuerwehr Upfkofen erhält für den Bau des neuen Gerätehauses DM 200.000 und für jede eigengeleistete Arbeitsstunde DM 3,00 (höchstens jedoch 5000 Stunden. Die FFW Upfkofen versucht, die restlichen Kosten durch Eigenleistungen abzudecken."
Mit 19:0 Stimmen wurde der Antrag zum Beschluss des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg.

Die Bauzeit beginnt

Der Aushub der Baugrube am 31. Mai 1996 leitete eine zweijährige Bauphase ein, für die 6.800 freiwillige Arbeitsstunden, viele Sach- und Geldspenden der Bevölkerung und auch die Unterstützung der Firmenwelt notwendig waren. Rund 50 Leute halfen und die Frauen unterstützten mit beispielhaftem Eifer durch Brotzeiten. Wolfgang Buchner, Alfred Brummer und Vorsitzender Walter Barth übernahm die Bauleitung. Mauerer Martin Brunner wuchs über sich hinaus und Rentner Johann Stocker senior bediente mit Freude die Mörtelmaschine.

Kloster Mallersdorf unterstützte Feuerwehr

Am 24.01.1997 besuchte die Feuerwehrführung mit den Bürgermeistern Norbert Bauer und Karl Wellenhofer, der Ortssprecherin Margarthe Stadler und den Upfkofener Sängerinnen das Kloster Mallersdorf. Der Empfang bei der Ordensleitung wird in die Geschichte der Feuerwehr eingehen und den Beteiligten sicher lange Zeit in Erinnerung bleiben. Eine enorme Hilfe bedeutet die finanzielle Unterstützung durch das Kloster Mallersdorf. Die lobenden Worte von Prälat Johann Staufer und Frau Generaloberin Sr. M. Marion Schnödt sowie Generalvikarin Sr. M. Magdalena Lay wecken neue Energie und neuen Eifer bei den Verantwortlichen.

Ordensleitung kam nach Upfkofen

Ein herausragendes Ereignis und eine große Ehre für die Feuerwehr war dann auch der Empfang der Ordensleitung im neuen Gerätehaus. Anwesend waren ebenso die Bürgermeister Norbert Bauer und Karl Wellenhofer. Stolz präsentierte der gesamte Vorstand, unterstützt von der damaligen Ortsprecherin Margarethe Stadler und dem Ehrenvorsitzenden Josef Stadler, die Räume im neuen Haus.

07. Oktober 1997

Über die Marktgemeinde bekam Kommandant Konrad Fröhlich am 07. Oktober 1997 den Auftrag, das neue Feuerwehrauto in Bingen an der Brenz bei Ulm abzuholen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Walter Barth, den Bauleitern Wolfgang Buchner und Alfred Brummer, sowie Kassier und Maschinist Hubert Obermeier kam die Mannschaf freudestrahlend mit Blaulicht und Sirene zu Hause an.

Feuerwehr gründet eine Jugendgruppe

In den ersten Wochen der Amtszeit der neuen Kommandanten Hubert Obermeier und Josef Schmid galt das Hauptaugenmerk der Gründung einer Jugendgruppe. Es wurden Stefanie Neumeier zur Jugendsprecherin und Thomas Schmid zum Jugendwart gewählt. Die Jugend besuchte die Eigens eingeführten Übungen sehr gut und vor allem die Mädchen konnten sehr schnell in die Vereinsarbeit integriert werden, Die Unterstützung der Mädchen ist vor allem bei der Durchführung der Veranstaltungen im Feuerwehrhaus von großer Bedeutung.

Einweihung des Gerätehauses im Juni 1998

Die Hauseinweihung am 21. Juni 1998 war ein krönender Höhepunkt und ein würdiges Fest für alle Helfer und den ganzen Ort Upfkofen. Zahlreiche Ehrengäste, viele Firmenvertreter, die 8 Ortswehren der Marktemeinde und die KuRk Inkofen- Upfkofen nahmen teil.

Eintrag ins Vereinsregister

Unter Vorlage der Satzung nebst Mitgliederliste vom 18. März 2000 wurde die FFW Upfkofen am 14. November 2000 über das Notariat Mallersdorf für die Eintragung in das Vereistregister beim Amtsgericht Straubing angemeldet. Die Eintragung erfolgte am 06. Februar 2001 mit dem Namen "Freiwillige Feuerwehr Upfkofen e.V."

Köstlerhaus brannte vollständig aus

Kommandant Hubert Obermeier beteiligte sich gerade an einer Dienstversammlung in Mallersdorf als die Sirene am Abend des 05. März 2002 zum Einsatz riefen. Neben der Stützpunktfeuerwehr Mallersdorf und der örtlichen Wehr wahren auch die Feuerwehren Inkofen und Allkofen anwesend. Verletzt wurde niemand und nur einige Monate später wurde das vollständig ausgebrannte Haus abgerissen.

Feuerwehr feiert das 125-jährige Gründungsfest

Von 20. bis 22 Juni 2003 feierte unsere Wehr ihr 125-jähriges Gründungsfest. Das Fest bekann am Freitag mit einer Party. Die jungen Upfkofener und auch DJ Schoferl freuten sich über die zahlreichen Gäste und den reibungslosen Ablauf unserer "Party Night". Am Samstag begrüßten wir die Fahnenabordnungen der Marktgemeinde, die Fahnenbraut und alle ehemaligen Festjungfrauen aus dem Jahre 1964 sowie alle ehemaligen Upfkofener Bürgerinnen und Bürger. Nach dem Totengedenken am neuen Kriegerdenkmahl ging der Festbetrieb mit der Stimmungskapell "D Vorwaidler" aus dem Landkreis Cham bis in die frühen Morgen weiter. Bereits am Sonntag um 6.00 Uhr morgen ging das Fest schön langsam seinen Höhepunkt entgegen. Unter Schirmherrn von Hans Bäumel wurde unsere neu restaurierte Fahne von der Fahnenmutter Margarethe Stadler, den Festbräuten Petra Holz und Alexandra Schmid und 17 weitere Festdamen und Festmädchen begleitet.